Quelle: www.gemeindebrief.de

Ordnung der Konfirmandenarbeit

 

IGrundsätze

Evangelisch-lutherische Kirche lebt von den Gaben Gottes in Wort und Sakrament.

Die Konfirmandenarbeit hat ihre biblische Grundlage in der Zusage und dem Auftrag Jesu Christi: “Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Matthäus 28, 18-20).

Die Kirche lädt junge Menschen ein, gemeinsam zu erfahren und zu fragen, was es bedeutet, getauft zu sein und an Jesus Christus zu glauben.

Die Konfirmanden sollen vertraut werden mit dem Leben der Kirche in gottesdienst-licher Feier und im Alltag der Welt, besonders aber mit der biblischen Botschaft.

Es ist wichtig, daß die Konfirmanden die Konfirmandenarbeit nicht als eine isolierte Veranstaltung erleben, sondern während der Konfirmandenzeit möglichst viel vom Leben der Gemeinde kennenlernen.

Unter Zugrundelegung dieser Grundsätze werden die nachstehenden Regelungen getroffen:


II. Dauer

Die Konfirmandenarbeit beginnt im Monat Mai für die Kinder des siebten Schuljahres und erstreckt sich über ein Jahr. Sie schließt mit der im achten Schuljahr zwischen Ostern und Pfingsten stattfindenden Konfirmation ab.


III. Anmeldung

Zur Anmeldung werden die Erziehungsberechtigten zusammen mit den zukünftigen Konfirmanden eingeladen und gebeten, die Taufbescheingung mitzubringen.

Der Termin wird rechtzeitig vorher im Gemeindebrief bekanntgegeben. Die Erziehungsberechtigten erhalten bei der Anmeldung eine Ausfertigung dieser Ordnung.

Zu Beginn der Konfirmandenarbeit wird zu einem besonderen Gottesdienst und zu einem Elternabend eingeladen. An dem Elternabend wird über Form und Inhalt der Konfirmandenarbeit informiert.


IV. Organisationsform

Zur Konfirmandenarbeit gehören Unterricht und weitere Veranstaltungen wie Freizeiten, Gemeindepraktika und Kurse. Die Teilnahme ist grundsätzlich verbindlich. Der Unterricht findet außerhalb der Schulferien wöchentlich statt und umfaßt jeweils eine Unterrichtsstunde / 90 Minuten.

Während der Konfirmandenzeit findet eine achttägige Freizeit statt. Diese Freizeit setzt sich aus der Schul- und fünf Ferientagen zusammen. Die Kirchengemeinde beteiligt sich an den Kosten der Freizeit. Das Pfarramt wird im Auftrage der Erziehungsberechtigten die notwendigen Beurlaubungen vom Schulunterricht beantragen. Über die Freizeit wird vorher an einem Elternabend näher informiert.

Wenn Konfirmanden aus wichtigen Gründen verhindert sind, an der Konfirmandenarbeit teilzunehmen, werden sie sich möglichst vorher vom Pfarramt beurlauben lassen. Für eine nachträgliche Entschuldigung legen sie eine entsprechende Erklärung der Erziehungsberechtigten vor.


V. Arbeitsmittel

Die Konfirmanden benötigen folgende Arbeitsmittel:

  • Bibel (Ausgabe: Gute Nachricht, Bibel in heutigem Deutsch)
  • Konfirmandenbuch und Mappe.


VI. Teilnahme am Gottesdienst

Die Konfirmanden nehmen an den Gottesdiensten der Gemeinde teil. Ein regelmäßiger Gottesdienstbesuch - alle zwei Wochen – ist erwünscht und notwendig, wenn die Konfirmanden mit dem gottesdienstlichen Leben vertraut werden sollen. Die Erziehungsberechtigten sind eingeladen, gemeinsam mit den Konfirmanden an den Gottesdiensten teilzunehmen.

Die Konfirmanden lassen sich die Teilnahme am Gottesdienst in einer Gottesdienst- besuchskarte bestätigen.


VII. Erziehungsberechtigte

Die Erziehungsberechtigten werden gebeten, die Konfirmanden während der Konfirmandenzeit mit Interesse zu begleiten sowie an Elternabenden teilzunehmen. Während der Konfirmandenzeit finden zwei bis drei Elternabende statt.


VIII. Abschluß der Konfirmandenarbeit

Frühzeitig vor dem Abschluss der Konfirmandenarbeit werden mit den Erziehungsberechtigten anlässlich eines Elternabends die mit der Konfirmation zusammenhängenden Fragen besprochen.

In der Schlußphase der Konfirmandenzeit stellen sich die Konfirmanden der Gemeinde in einem von ihnen mitgestalteten Gottesdienst vor.


IX. Konfirmation

Auf Grund der Teilnahme an der Konfirmandenarbeit entscheidet das Pfarramt über die Zulassung zu Konfirmation.

Die Zulassung zur Konfirmation kann versagt werden, wenn

  • die Teilnahme an der Konfirmandenarbeit häufig versäumt worden ist,
  • diese Ordnung beharrlich verletzt worden ist,
  • besondere Gründe im Verhalten die Konfirmation nicht gerechtfertigt erscheinen lassen.

Wenn die Zulassung zur Konfirmation versagt werden soll, wird ein eingehendes Gespräch mit den betreffenden Konfirmanden und Erziehungsberechtigten geführt. Vor der Entscheidung wird der Kirchenvorstand über die Angelegenheit beraten.

Gegen die Versagung können die Erziehungsberechtigten Beschwerde bei dem Superintendenten und gegen dessen Entscheidung weitere Beschwerde bei dem Landessuperintendenten einlegen.
 

Unterlüß, den 4. September 2003
Pastor Wilfried Manneke (Vorsitzender des Kirchenvorstandes)

Türschmuck

Der Eingang der Kirche ist mit einer Girlande und weißen Tauben geschmückt.

Konfirmationsspruch

Die Konfirmationssprüche suchen sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden selber aus.

Konfirmantionskreuz

Zur Konfirmation erhält jede Konfirmandin und jeder Konfirmand eine Urkunde und ein kleines Bronzekreuz an einem Lederband.

Gospelchor

Jeder Konfirmationsgottesdienst wird musikalisch vom Gospelchor "Cantate Domino" mitgestaltet.