ERINNERUNGEN AN DIE KONFIRMATION
Das alte Gruppenfoto wird herausgesucht. Erinnerungen werden wach, an die Mitkonfirmandinnen und -konfirmanden, an den Pastor oder die Pastorin, an gemeinsame Fahrten, an die Kirche, an den Gottesdienst damals… Inzwischen sind 50, 60 oder sogar 70 Jahre vergangen. Beruf oder Familie haben einige aus dem Heimatort in eine andere Umgebung ziehen lassen.
Jetzt liegt ein Brief auf dem Tisch. Die frühere Kirchengemeinde lädt ein zum Konfirmationsjubiläum. Ein gemütlicher Abend dient dem Wiedersehen und Erinnern. Wie damals wird ein Festgottesdienst gefeiert: „Dort in den Bankreihen, in denen jetzt die Konfirmandinnen und Konfirmanden sitzen, haben wir einmal fast jeden Sonntag gesessen“.
Jetzt fünfzig Jahre nach der Konfirmation ist es wieder eine Zeit des Umbruchs: der Ruhestand. Der Abschied aus dem Berufsleben kommt beziehungsweise musste oder konnte bereits geschehen. Die Kinder sind schon lange aus dem Haus. Menschen aus der unmittelbaren Umgebung sind gestorben. Manche Wünsche und Pläne für den neuen Lebensabschnitt sind in den vergangenen Jahren gereift.
Vor 50 Jahren war es auch ein Übergang, damals aus der Kindheit in die Zeit erwachsen zu werden, ein Schritt hinein. Nun geht der Schritt heraus. Dazwischen liegt eine lange Zeit. Vieles hat sich verändert, im eigenen Leben, auch in der Kirchengemeinde.
Die Goldene Konfirmation erinnert daran, dass Gott in aller Veränderung und Neuorientierung beständig bleibt. Die Zusage seiner Nähe, in der Taufe und der Konfirmation zugesprochen, hat Bestand. Mit den anderen kann man sich dessen vergewissern.