Quelle: www.gemeindebrief.de

Konfirmation

Anmeldung für den nächsten Kurs

Am 12. Mai 2020, um 17.00 Uhr, beginnt der neue Konfirmandenkurs. Jugendliche die am Tag der Konfirmation (18. April 2021) 14 Jahre alt sind, sind herzlich eingeladen.

Ein Anmeldeformular für den neuen Konfirmandenkurs erhalten Sie in unserem Kirchenbüro. Die Öffnungszeiten sind mittwochs und freitags von 9.00 - 12.00 Uhr.

Wir schicken Ihnen das Formular auch gerne zu. Zusammen mit der Anmeldung bitten wir um einen Kostenbeitrag von 50,- Euro. In diesem Beitrag sind die Kosten für Unterrichtsmaterialien, einer Bibel in heutigem Deutsch und die Anzahlung von 25,- Euro für die Konfirmandenfreizeit enthalten.

Nur noch ein Jahr Konfirmandenunterricht

Liebe Eltern,

Sie kennen fast alle den Konfirmandenunterricht aus eigenem Erleben. Wenn es etwas Konstantes von der Kirche zu berichten gibt, gehört sicher der Konfirmandenunterricht dazu. Großeltern können ihren Enkeln noch viele Geschichten aus ihrer Konfirmandenzeit erzählen. Auf dem ersten Blick scheint vieles beim Alten geblieben zu sein – vor allem der wöchentliche Unterricht über einen Zeitraum von zwei Jahren.

Verlängerung der täglichen Schulzeit.

Die aktuelle Schulpolitik in Niedersachen hat jedoch gravierende Änderungen für den Konfirmandenunterricht mit sich gebracht. Die Einführung der Ganztagsschulen und die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit verlängert die tägliche Schulzeit erheblich.

Ich denke an Sascha und Wiebke. Sie wohnen in Unterlüß und stehen jeden morgen um 6.00 Uhr auf. Ihr Schulbus bringt sie um 6.45 Uhr nach Hermannsburg zur Realschule oder zum Gymnasium. Um 16.30 Uhr sind beide wieder in Unterlüß. Zehneinhalb Stunden sind seit dem Aufstehen vergangen. Jetzt muss noch die Bioarbeit für den morgigen Tag vorbereitet werden und natürlich gibt es in Latein und Mathe auch noch Aufgaben. Aber Halt, von 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr den Konfirmandenunterricht nicht vergessen!

Sascha und Wiebke sind nur zwei Konfirmanden von vielen. In Beedenbostel und Garßen fahren die Schüler zu neun verschiedenen Schulen. Nicht alle sind wie Sascha und Wiebke schon um 17.00 Uhr wieder an ihrem Wohnort. Für manche Schüler ist der Konfirmandenunterricht erst ab 18.00 Uhr möglich. Bei diesem Tagespensum der Jugendlichen ist es leicht vorstellbar, dass die unterrichtenden Diakone und Pastoren nicht gerade traumhafte Einschaltquoten an Aufmerksamkeit bekommen.

Konfirmandenunterricht dauert nur noch ein Jahr

Kirchenvorstände und Mitarbeiter aus neun Gemeinden des Kirchenkreises Celle haben eine Antwort auf diese vertrackte Situation gefunden. Die Konfirmandenzeit soll nur noch ein Jahr dauern. Sie beginnt im Mai jeden Jahres und endet mit der Konfirmation im April oder Mai des 8. Schuljahres.

Konfirmandenfreizeit

Ein wichtiger Teil des Unterrichtes ist ein mehrtägiger Ferienkurs. Was Christen glauben und wie Christen im Alltag handeln sollten – diese Fragen und noch vieles mehr werden im Ferienkurs vermittelt. Gottesdienste und Andachten werden dabei von den Konfirmanden mitgestaltet. Natürlich bleibt auch genug Zeit für Spaß und Unterhaltung, Ausflüge, Disco und Nachtwanderungen.

Diakon Helmut Sdrojek

Konfirmation

Die Kirche, in der Säuglinge und Kinder getauft werden, übernimmt zugleich die Verantwortung dafür, dass die heranwachsenden Getauften in die Lage versetzt werden, über ihren Glauben Rechenschaft abzulegen. Damit sich Jugendliche zum christlichen Glauben bekennen können, muss er ihnen zuvor nahe gebracht worden sein. Die Verpflichtung zur Unterweisung leitet die Kirche aus dem Taufbefehl Jesu ab (Matthäus 28,18-20). Die Konfirmation (lat: confirmatio = Bekräftigung, Stärkung) versetzt Menschen in die Lage, mit eigenen Worten ihren Glauben zu formulieren.

Ein Blick in das Neue Testament zeigt jedoch, dass an keiner Stelle von Konfirmation die Rede ist. Dies hat seinen Grund darin, dass in der frühen Christenheit wohl nur Erwachsene getauft wurden, bei denen die Taufhandlung und das Bekenntnis des Täuflings zusammenfielen. Die Konfirmation wurde erst in der Reformationszeit entwickelt.

Der heute einjährige Konfirmandenunterricht, der im Konfirmationsgottesdienst seinen Abschluss findet, hat inzwischen nicht mehr den Charakter einer so genannten Katechismusprüfung (bei der Luthers "Kleiner Katechismus" abgefragt wurde), sondern dient der Erneuerung und Vergewisserung der Taufzusage.

Konfirmation stellt in erster Linie eine Segenshandlung dar. Mit der Konfirmation erhalten die jungen Leute auch kirchliche Rechte: Sie sind zur Teilnahme am Abendmahl zugelassen und können das Patenamt übernehmen. Zugleich ist dies die Voraussetzung für das aktive und passive Wahlrecht sowie die Möglichkeit, Ämter in der Kirche zu übernehmen.